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Erbelo

Firmenwert berechnen

Vier Angaben, und Sie sehen eine erste Wertspanne für Ihren Betrieb. Mit derselben Formel wie die ausführliche Bewertung, kostenlos und ohne Anmeldung.

Ungefährer Wert aus dem letzten vollen Jahr.

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Gewinn vor Steuern zuzüglich Ihres eigenen Gehalts, Zinsen und Abschreibungen.

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Ihr Ergebnis erscheint hier, sobald Branche, Umsatz und Inhabergewinn eingetragen sind.

Wie wird ein Handwerksbetrieb bewertet?

Kleine, inhabergeführte Betriebe werden in der Praxis meist nach ihrem Ertrag bewertet. Die Frage dahinter ist einfach: Was erwirtschaftet der Betrieb für die Person, die ihn führt, und wie sicher ist dieser Ertrag in Zukunft? Maschinen, Fahrzeuge und Warenbestand spielen eine Rolle, entscheiden aber selten allein über den Preis.

Ausgangspunkt: der Inhabergewinn

Der Inhabergewinn ist der Gewinn vor Steuern, zuzüglich des eigenen Gehalts oder der Entnahmen des Inhabers, privat genutzter Leistungen, Zinsen und Abschreibungen. Er zeigt, was ein Nachfolger zur Verfügung hätte, bevor er sich selbst bezahlt und Kredite bedient. Bei Einzelunternehmen steht das Gehalt des Inhabers nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, deshalb wird es hier wieder hinzugerechnet.

Der Multiplikator

Der Inhabergewinn wird mit einem branchenüblichen Faktor multipliziert. Er drückt aus, wie viele Jahresgewinne ein Käufer zu zahlen bereit ist. Er hängt von der Branche, der Nachfrage nach Betrieben dieser Art und dem Risiko ab. Erbelo nutzt pro Branche eine niedrige, mittlere und hohe Spanne; für eine Schreinerei in Deutschland sind das 1,8, 2,4 und 3,0. Alle Spannen stehen auf der Methodik-Seite. Sie sind veranschaulichende Werte nach öffentlichen Faustregeln und werden mit echten Transaktionsdaten kalibriert.

Was den Wert erhöht oder senkt

Der Multiplikator wird an fünf Punkten angepasst, auf die Käufer und Banken achten: wie stark der Betrieb am Inhaber hängt, wie viel Umsatz von wenigen Kunden kommt, wie lange der Betrieb am Markt ist, wie sich der Umsatz in den letzten drei Jahren entwickelt hat und wie groß der Gewinn ist. Ein Betrieb, der zwei Monate ohne den Inhaber läuft, viele Kunden hat und seit Jahrzehnten besteht, erzielt einen höheren Faktor als ein junger Betrieb mit einem Großkunden. Der Rechner oben setzt diese Punkte neutral an; die ausführliche Bewertung fragt sie ab.

Untergrenze und schuldenfreier Wert

Ein Betrieb wird selten unter dem Wert verkauft, den seine Ausstattung bei einer Auflösung bringen würde. Erbelo setzt deshalb 70 % des heutigen Werts von Maschinen, Fahrzeugen und Warenbestand als Untergrenze an. Der ermittelte Wert gilt schuldenfrei und ohne Bankguthaben: Kredite des Betriebs werden in der Regel aus dem Kaufpreis getilgt, Guthaben bleiben beim Verkäufer.

Ein Rechenbeispiel

Eine Schreinerei mit 150.000 € Inhabergewinn und ohne besondere Zu- oder Abschläge liegt bei 1,8 bis 3,0 mal dem Inhabergewinn, also bei rund 270.000 € bis 450.000 €, mittlerer Wert 360.000 €. Hängt der Betrieb stark am Inhaber oder an einem Großkunden, sinkt der Faktor; ist er seit vielen Jahren etabliert und gewachsen, steigt er.

Was Käufer bezahlen können

Ein Wert ist nur so viel wert, wie ein Nachfolger finanzieren kann. Banken prüfen, ob nach dem Gehalt des Nachfolgers und den Steuern genug für die Kreditraten übrig bleibt. Zum Vergleich: Laut KfW streben Inhaber, die eine Nachfolge planen, im Schnitt einen Verkaufspreis von rund 499.000 € an, das 1,2-fache ihres Jahresumsatzes (Median: 0,6). Quelle: KfW Research, Fokus Volkswirtschaft Nr. 526, Januar 2026.

Was Sie für eine genaue Bewertung brauchen

Für eine erste Einschätzung reichen ungefähre Zahlen. Für eine belastbare Bewertung und spätere Gespräche mit Käufern sollten die Jahresabschlüsse oder BWA der letzten drei Jahre vorliegen, dazu eine Aufstellung von Maschinen, Fahrzeugen und Warenbestand mit ihrem heutigen Wert, die wichtigsten Verträge (Miete, Leasing, große Kunden) und eine Übersicht über das Team mit Funktionen und Betriebszugehörigkeit.

Häufige Fehler

Viele Inhaber setzen den Wert zu hoch an, weil sie das eingesetzte Lebenswerk bewerten und nicht den künftigen Ertrag. Ebenso häufig wird vergessen, dass Käufer den Gewinn nach einem eigenen Gehalt betrachten. Und oft hängt der Betrieb so stark am Inhaber, dass ein Käufer Abschläge macht. Wer früh beginnt, kann genau diese Punkte noch verbessern.

Grenzen dieser Schätzung

Der Rechner liefert eine erste Einschätzung für das Gespräch, keine förmliche Unternehmensbewertung. Für den Verkauf empfehlen wir eine professionelle Bewertung: nach IDW S1 durch Wirtschaftsprüfer, im Handwerk häufig nach dem AWH-Standard über die Handwerkskammer. Für die Erbschaft- und Schenkungsteuer gilt das vereinfachte Ertragswertverfahren (§§ 199 ff. BewG), das zu anderen Ergebnissen führen kann. Sprechen Sie mit Ihrer Steuerberatung.